Gehalt vergleichen – nach Beruf, Region und Erfahrung
Vergleichen Sie Ihr Bruttoentgelt mit dem statistischen Median Ihrer Vergleichsgruppe auf Basis amtlicher Gehaltsdaten der Bundesagentur für Arbeit und des Statistischen Bundesamtes.
Lohn- & Gehaltsvergleichsrechner
Modelliert nach Destatis-Verdiensterhebung & KldB-Klassifikation der Bundesagentur für Arbeit
Dieser Rechner liefert eine mathematisch-statistische Marktmodellierung auf Basis amtlicher Primärdaten (Destatis / BA Entgeltatlas). Es handelt sich nicht um ein individuelles Vergleichsentgelt im Sinne des § 10 EntgTranspG und begründet keine arbeitsrechtlichen Ansprüche oder Gehaltsgarantien. Ein Auskunftsanspruch nach § 10 EntgTranspG gilt ausschließlich innerbetrieblich in Unternehmen mit in der Regel mehr als 200 Beschäftigten gegenüber dem eigenen Arbeitgeber.
Verhandlungspotenzial: -9.6 % unter dem Benchmark-Median
Differenz zum statistischen Vergleichsmedian: -6.900 € pro Jahr. Geschätzter Perzentilrang: ca. Top 63 % in der Peer-Group.
Geschätztes Netto-Entgelt (Orientierungswert nach § 38b EStG)
* Modellrechnung. Die tatsächliche Höhe hängt von individuellen Steuermerkmalen, Freibeträgen, Krankenkassen-Zusatzbeitrag und Kirchensteuerpflicht ab.
Nächste Schritte & Detailanalysen für Ihre Karriere
Detaillierte Gehaltsstrukturen, KldB-Aufgaben und Qualifikationsstufen für Softwareentwickler.
Regionale Abweichung (+9 %) und Kaufkraftvergleich für Baden-Württemberg.
Wie Sie den ermittelten Median und interquartilen Korridor in Jahresgesprächen argumentativ einsetzen.
Was ist ein Lohnvergleich und wie wird der Benchmark berechnet?
Ein Lohnvergleich ermittelt das marktübliche Bruttoarbeitsentgelt für eine konkrete berufliche Tätigkeit unter Berücksichtigung von Qualifikation, Berufserfahrung, Bundesland und Betriebsgröße. Als statistisch belastbare Referenzgröße dient – analog zum Grundsatz des Entgelttransparenzgesetzes (§ 11 Abs. 3 EntgTranspG) und der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts (BAG) – der statistische Median (50. Perzentil) einer repräsentativen Vergleichsgruppe auf Basis der amtlichen Verdienststrukturerhebung (Destatis) und der Klassifikation der Berufe (KldB 2010), um Verzerrungen durch Spitzengehälter auszuschließen. Ein marktbasierter Lohnvergleich dient der empirischen Gehaltseinordnung und begründet keinen gesetzlichen Auskunftsanspruch im Sinne des § 10 EntgTranspG.
Entgelt-Benchmarks nach Berufsbildern
Bundesweiter Median nach KldB-Klassifikation der Bundesagentur für Arbeit (Vollzeit, 40h/Woche).
Softwareentwickler
Konzeption, Entwicklung und Wartung von Softwareanwendungen, Cloud-Architekturen und Schnittstellen.
Fachinformatiker Anwendungsentwicklung
Realisierung kundenspezifischer Softwareanwendungen sowie Test und Anpassung bestehender Anwendungen.
IT-Systemadministrator
Administration, Überwachung und Konfiguration komplexer IT-Infrastrukturen und Netzwerke.
Fachinformatiker Systemintegration
Planung, Installation und Betrieb von IT-Systemen und Netzwerken sowie IT-Support.
Data Scientist
Analyse großer Datenmengen zur Mustererkennung und Entwicklung prädiktiver KI-Modelle.
Cyber Security Analyst
Identifikation von Schwachstellen, Abwehr von Cyber-Angriffen und Sicherstellung der Informationssicherheit.
IT-Projektmanager
Planung und Steuerung komplexer IT-Projekte, Ressourcenmanagement und Stakeholder-Kommunikation.
Webentwickler
Gestaltung und technische Umsetzung funktionaler und responsiver Web-Frontends.
IT-Support
Kundenbetreuung bei IT-Störungen, Fehlerdiagnose und Lösung von Hard- und Softwareproblemen.
UX/UI Designer
Gestaltung von nutzerfreundlichen digitalen Interfaces und Entwicklung von User Experience-Konzepten.
Product Owner
Verantwortung für die Produktvision, Backlog-Priorisierung und Steuerung agiler Entwicklungszyklen.
Kaufmann für Büromanagement
Organisation, Verwaltung und Sachbearbeitung in Büro- und Geschäftssekretariaten.
Industriekaufmann
Kaufmännische Steuerung von betriebswirtschaftlichen Abläufen in Industrieunternehmen.
Bankkaufmann
Beratung von Privat- und Firmenkunden zu Finanzprodukten, Anlageformen und Krediten.
Versicherungskaufmann
Kundenberatung zu Versicherungspolicen sowie Schaden- und Leistungsabwicklung.
Personalsachbearbeiter
Verwaltung von Personalakten, Vorbereitung der Entgeltabrechnung und Vertragserstellung.
Welche Faktoren bestimmen Ihr Gehalt in Deutschland?
Die empirischen Hebel der amtlichen Verdienststrukturerhebung des Statistischen Bundesamtes im Überblick.
Regionales Lohn- und Kaufkraftgefälle (Ost-West & Metropolen)
Der Arbeitsort hat den stärksten exogenen Einfluss auf das Bruttogehalt. Spitzenreiter sind Hamburg (+13,4 %), Baden-Württemberg (+8,9 %) und Hessen (+7,7 %). Die ostdeutschen Bundesländer (z. B. Mecklenburg-Vorpommern mit -18,4 % und Thüringen mit -18,1 %) weisen historisch bedingt niedrigere Nominalgehälter auf, wenngleich die Lebenshaltungskosten und Mieten regional dämpfend wirken.
Betriebsgröße & Tarifbindung
Die Unternehmensgröße hat oft einen signifikanten Einfluss auf das Gehalt. Größere Unternehmen bieten häufiger eine höhere Tarifbindung (z. B. IG Metall, IGBCE) sowie strukturierte Eingruppierungssysteme, was tendenziell zu höheren Entgelten führt.
Bildungsabschluss & Spezialisierung
Ein höherer formaler Bildungsabschluss (z. B. Master / Diplom) geht statistisch oft mit einem höheren Lebenserwerbseinkommen einher. In technischen und handwerklichen Branchen können jedoch Aufstiegsfortbildungen (Meister, Techniker, Fachwirt) zu vergleichbaren Gehaltsniveaus führen.
Erfahrungsstufen & disziplinarische Personalverantwortung
Berufserfahrung, Qualifikation und insbesondere die Übernahme disziplinarischer Personal- und Budgetverantwortung können das Gehalt deutlich positiv beeinflussen. Der stärkste relative Gehaltszuwachs findet erfahrungsgemäß oft in den ersten Berufsjahren statt.
Gehaltsvergleich nach allen 16 Bundesländern
Abweichung zum Bundesmedian (100 % = 3.796 €/Monat bzw. 45.552 € p.a.) basierend auf der amtlichen Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Entgeltstatistik Vollzeit-Kerngruppe, Stichtag 31.12.2023; BT-Drs. 20/12571).
| Rang | Bundesland | Abweichung zum Bundesmedian | Monatsmedian | Jahresmedian | Aktion |
|---|---|---|---|---|---|
| #1 | Hamburg | +13,4 % | 4.304 € | 51.648 € | Filtern |
| #2 | Baden-Württemberg | +8,9 % | 4.134 € | 49.608 € | Filtern |
| #3 | Hessen | +7,7 % | 4.087 € | 49.044 € | Filtern |
| #4 | Berlin | +4,9 % | 3.982 € | 47.784 € | Filtern |
| #5 | Bayern | +4,0 % | 3.948 € | 47.376 € | Filtern |
| #6 | Bremen | +3,8 % | 3.942 € | 47.304 € | Filtern |
| #7 | Nordrhein-Westfalen | +0,7 % | 3.821 € | 45.852 € | Filtern |
| #8 | Saarland | -0,7 % | 3.770 € | 45.240 € | Filtern |
| #9 | Rheinland-Pfalz | -2,3 % | 3.707 € | 44.484 € | Filtern |
| #10 | Niedersachsen | -4,4 % | 3.627 € | 43.524 € | Filtern |
| #11 | Schleswig-Holstein | -7,1 % | 3.526 € | 42.312 € | Filtern |
| #12 | Sachsen | -16,2 % | 3.182 € | 38.184 € | Filtern |
| #13 | Brandenburg | -16,4 % | 3.173 € | 38.076 € | Filtern |
| #14 | Sachsen-Anhalt | -16,9 % | 3.152 € | 37.824 € | Filtern |
| #15 | Thüringen | -18,1 % | 3.109 € | 37.308 € | Filtern |
| #16 | Mecklenburg-Vorpommern | -18,4 % | 3.098 € | 37.176 € | Filtern |
Transparenz, Methodik & Datenherkunft
Ratgeber rund um Gehaltstransparenz und Arbeitsrecht
Fundierte Leitfäden zu gesetzlichen Rechten, Verhandlungsstrategien und tariflichen Rahmenbedingungen.
Der gesetzliche Auskunftsanspruch über Kollegengehälter
In Betrieben mit mehr als 200 Beschäftigten haben Arbeitnehmer das Recht zu erfahren, was Kollegen des anderen Geschlechts in vergleichbarer Position im Median verdienen.
EU-Entgelttransparenz: Pflichtangaben in Stellenanzeigen
Die europäische Richtlinie verpflichtet Unternehmen, künftig bereits vor dem Bewerbungsgespräch Gehaltsbänder transparent offenzulegen. Ein Verbot von Gehaltsgeheimnissen droht.
Gehaltsverhandlung: Argumentieren mit objektiven Daten
Wie Sie statistische Mediane, Gehalts-Benchmarks und den wirtschaftlichen Mehrwert Ihrer Leistung strukturiert einsetzen, um 8 bis 15 % Gehaltssteigerung zu realisieren.
Häufige Fragen zum Lohnvergleich (FAQ)
Warum verwendet der Lohnvergleichsrechner den Median statt des Durchschnitts?
Das arithmetische Mittel (der Durchschnitt) wird durch extrem hohe Vorstands- und Spitzengehälter stark nach oben verzerrt. Der Median (50. Perzentil) teilt alle Gehälter exakt in zwei Hälften: Genau 50 % verdienen mehr, 50 % verdienen weniger. Er spiegelt daher das reale „mittlere Einkommen“ einer Berufsgruppe wissenschaftlich exakt wider.
Woher stammen die Gehaltsdaten von lohnvergleichsrechner.de?
Die Daten basieren auf den amtlichen Vollerhebungen der Bundesagentur für Arbeit (Entgeltatlas) und der Verdienststrukturerhebung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) nach der amtlichen Klassifikation der Berufe (KldB 2010). Sie erfassen sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigte in Deutschland.
Habe ich einen gesetzlichen Anspruch auf gleichen Lohn?
Ja, nach dem Entgelttransparenzgesetz (§ 1 EntgTranspG) und Art. 157 AEUV gilt das Gebot des gleichen Entgelts für gleiche oder gleichwertige Arbeit bei Männern und Frauen. Seit dem Grundsatzurteil des Bundesarbeitsgerichts vom 16.02.2023 (8 AZR 450/21) darf ein Arbeitgeber einem Mann nicht allein deshalb mehr zahlen als einer Frau, weil er im Einstellungsgespräch besser verhandelt hat.
"lohnvergleichsrechner.de Redaktion (2026). Lohnvergleichsrechner Deutschland: Datengestützte Gehaltsanalyse nach Destatis VSE & BA-Entgeltatlas. Abgerufen von https://lohnvergleichsrechner.de/ (Datenstand: Destatis Verdiensterhebung & Bundesagentur für Arbeit Entgeltatlas)."